{"id":539,"date":"2015-05-02T13:38:18","date_gmt":"2015-05-02T11:38:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ihr-hochzeitsplaner.eu\/?p=539"},"modified":"2015-05-29T22:16:44","modified_gmt":"2015-05-29T20:16:44","slug":"hochzeitsbraeuche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ihr-hochzeitsplaner.eu\/?p=539","title":{"rendered":"Hochzeitsbr\u00e4uche"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Der Polterabend<\/strong><\/em><br \>\nDer Brauch des Polterabends ist zus\u00e4tzlich oder anstelle des Junggesell-(inn)enabschiedes weit verbreitet. Er wird einige Tage vor der Hochzeit gefeiert und die Gestaltung ist relativ zwanglos. Die Zahl und Auswahl der G\u00e4ste liegt ganz in Ihrem Ermessen, h\u00e4ufig erscheinen auch nicht direkt eingeladene Besucher, die vom Polterabend erfahren haben um dem Paar Gl\u00fcck zu w\u00fcnschen. Auch der Rahmen unterliegt keinerlei Vorschriften und kann mit oder ohne Essen gestaltet werden.<\/p>\n<p>Einzig die Tradition, dass die G\u00e4ste Porzellan zerbrechen wird sowohl in Deutschland, als auch in anderen Europ\u00e4ischen L\u00e4ndern fortgesetzt. Das gemeinsame Zusammenfegen der Scherben soll Zusammenhalt demonstrieren und Gl\u00fcck bringen.<\/p>\n<p><em><strong>Blumenkinder<\/strong><\/em><br \>\nLaut alter \u00dcberlieferung sollen die D\u00fcfte der Blumen, die die Blumenkinder streuen, die Fruchtbarkeitsg\u00f6tter anlocken und f\u00fcr Kinderseegen sorgen.<\/p>\n<p>Doch heute steht die festliche Stimmung im Vordergrund, zu der die Blumenkiner ein weiteres Highlight setzen.<\/p>\n<p>Es empfielt sich Nachschub an Bl\u00fcten in der Hinterhand zu haben, damit es keine Tr\u00e4nen gibt, wenn das erste K\u00f6rbchen schon vor dem Einzug in die Kirche geleert ist.<\/p>\n<p>Eine Bezugsperson der Kinder, kann sich sowohl um den Bl\u00fctennachschub, als auch um die Kinder selbst k\u00fcmmern, zum Abschluss vers\u00fc\u00dft ein kleines Geschenk den Blumenkindern ihren Dienst.<\/p>\n<p><em><strong>Reis werfen<\/strong><\/em><br \>\nDa es sich bei Reis um ein Fruchtbarkeitssymbol handelt, ist klar, dass das werfen von Reis auf das Brautpaar f\u00fcr reichlich Nachwuchs sorgen soll. Heute weicht man aber auch auf Bl\u00fcten oder Seifenblasen aus, um Frisur und Kleidung des Brautpaares zu schonen.<\/p>\n<p><em><strong>Brautentf\u00fchrung<\/strong><\/em><br \>\nDie Brautentf\u00fchrung hat sich zu einem \u00fcblichen unterhalsamen Spa\u00df entwickelt. In einem unachtsamen Moment entf\u00fchren G\u00e4ste die Braut in eines der umliegenden Lokale und der Br\u00e4utigm muss sich mit seinen Trauzeugen auf die Suche machen, um sie auszul\u00f6sen. Dabei muss er alle Rechnungen begleichen, die die Entf\u00fchrer verursacht haben und sie schlussendlich ausl\u00f6sen, z.B. durch eine Getr\u00e4nkespende. Der Ursprung dieses Brauches stammt aus der Zeit des Mittelalters, in der sich Gutsherren das Recht der ersten Nacht bei ihren untergebenen sichern wollten.<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber die Schwelle tragen<\/strong><\/em><br \>\nDer Glaube, dass unter der T\u00fcrschwelle b\u00f6se Geister lauern, vor denen der Br\u00e4utigam seine nun ihm anvertraute Frau sch\u00fctzen soll, ist der Ursprung dieses Brauches.<\/p>\n<p><em><strong>Laken zerschneiden<\/strong><\/em><br \>\nAuch der Brauch, ein Loch in ein Laken zu schneiden (heute h\u00e4ufig, zum Spa\u00df der Zuschauer, mit stumpfen Scheren)und gemeinsam durch dieses zu schreiten, hat den Ursprung, sich gegenseitig vor b\u00f6sen Geistern zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><em><strong>Brautstrau\u00df werfen<\/strong><\/em><br \>\nVor oder nach dem Schleiertanz wirft die Braut den Brautstrau\u00df nach hinten, \u00fcber ihren Kopf hinweg. Die Person, die ihn f\u00e4ngt, wird als n\u00e4chstes heiraten.<\/p>\n<p><em><strong>Baumstamm zers\u00e4gen<\/strong><\/em><br \>\nDas Brautpaar muss gemeinsam mit einer S\u00e4ge den Baumstamm zers\u00e4gen. Das steht f\u00fcr Gleichberechtigung und Balance in der Ehe.<\/p>\n<p><em><strong>Dosen ans Auto h\u00e4ngen<\/strong><\/em><br \>\nDer L\u00e4rm der am Auto bestigten Dosen soll b\u00f6se Geister vertreiben.<\/p>\n<p><em><strong>Schleiertanz<\/strong><\/em><br \>\nUm Mitternacht findet der Tanz unter dem Schleier statt, an dessen Ende der Schleier zerrissen wird. Jeder der ein St\u00fcck des Scheiers ergattert, hat so teil am reichen Segen, den das Paar an diesem Tag erh\u00e4lt und darf auch ohne Einladung zur Silberhochzeit erscheinen. Es empfiehlt sich ein St\u00fcck T\u00fcll f\u00fcr diesen Zweck als Erstaz f\u00fcr den echten Schleier bereit zu halten. Es tanzt zuerst das Brautpaar. H\u00e4ufig werfen dann die G\u00e4ste Geld in den \u00fcber das Brautpaar gehalten Schleier und erhalten daf\u00fcr einen Tanz mit Braut oder Br\u00e4utigam, bis sie von einem neuen Gast, der Geld in den Schleier geworfen hat, abgel\u00f6st werden. Das Geld soll in der Regel den Kauf des Kinderwagens erleichtern.<\/p>\n<p><em><strong>Die Brautschuhe in Pfennigen (Cent) bezahlen<\/strong><\/em><br \>\nIn Zeiten von Armut sparten junge M\u00e4dchen jeden Pfennig f\u00fcr ihren sp\u00e4teren Hausstand. Bezahlte eine Frau ihre Brautschuhe in Pfennigen, war das ein Zeichen f\u00fcr den Ehemann, eine sparsame Frau zu heiraten.<\/p>\n<p><em><strong>Geldst\u00fcck im Brautschuh<\/strong><\/em><br \>\nDas Geldst\u00fcck im Brauschuh soll daf\u00fcr sorgen, dass dem Paar das Geld w\u00e4hrend der Ehe niemals ausgeht.<\/p>\n<p><em><strong>Hochzeitstorte anschneiden<\/strong><\/em><br \>\nDie Hochzeitstorte wird immer gmeinsam angeschnitten, um Zusammenhalt zu demonstrieren. Doch Obacht, wer die Hand oben hat, hat in der Ehe das sagen!<\/p>\n<p><em><strong>Junggesell(inn)enabschied<\/strong><\/em><br \>\nDer Junggesell(inn)enabschied steht f\u00fcr den Abschied aus dem alten Leben. Es wird noch einmal ohne den Partner gefeiert. H\u00e4ufig organisieren die Trauzeugen diesen Abend und sind somit f\u00fcr dessen Rahmen verantwortlich. Durch das Verkaufen von Dingen aus einem Bauchladen (z.B. Bonbons, Blumen aber auch Kondome) muss der Br\u00e4utigam\/die Braut einen Teil des Abends finanzieren. Dabei kommen auch &#8220;lustige&#8221; Verkleidungen zum Einsatz z.B. eine angeh\u00e4ngte Str\u00e4flingskugeln oder Str\u00e4flingskleidung die symbolisieren sollen, dass man nun eingefangen wurde, sprich verheiratet ist\/wird.<\/p>\n<p><em><strong>Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues<\/strong><\/em><br \>\nDie Braut sollte diese vier Dinge am Hochzeitstag tragen:<br \>\nEtwas Altes (z.B. ein Schmuckst\u00fcck) steht f\u00fcr ihr altes Leben.<br \>\nEtwas Neues (das Brautkleid) steht f\u00fcr das neue Leben, das nun beginnt.<br \>\nEtwas Geliehenes (z.B. ein Taschentuch) soll Gl\u00fcck von einem anderen gl\u00fccklichen Menschen auf sie \u00fcbertragen.<br \>\nEtwas Blaues (z.B. ein Strumpfband) steht f\u00fcr Treue.<\/p>\n<p><em><strong>Hose verbrennen<\/strong><\/em><br \>\nIn einigen Regionen wird vor oder nach der Feier eine Hose des Br\u00e4utigams verbrannt. Das soll ein Zeichen daf\u00fcr sein, dass der Br\u00e4utigam nun nicht mehr &#8220;die Hosen an hat&#8221;.<\/p>\n<p><em><strong>Kr\u00e4nzen<\/strong><\/em><br \>\nIn vielen Gegenden ist es \u00fcblich, dass sich die Nachbarn des Brautpaares einige Tage vor der Hochzeit treffen und einen oder mehrere Kr\u00e4nze (Girlanden) aus Tannen anfertigen, die mit Papierblumen geschm\u00fcckt \u00fcber den T\u00fcren des Brautpaares und evtl. auch \u00fcber der T\u00fcr des Lokals angebracht werden. Die Festlichkeit des Anlasses soll hiermit betont werden und nat\u00fcrlich wird auch die Gelegenheit zu einem Umtrunk genutzt!<\/p>\n<p>Es gibt je nach Region noch viele andere Br\u00e4uche! Lassen Sie sich von Ihren G\u00e4sten \u00fcberraschen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Polterabend Der Brauch des Polterabends ist zus\u00e4tzlich oder anstelle des Junggesell-(inn)enabschiedes weit verbreitet. 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